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Sehnenscheidenentzündungen

Grafik: "Sehnenscheidenentzündungen", Praxisgemeinschaft für Chirurgie in Flensburg

 

Als Sehnenscheiden bezeichnet man die mit Flüssigkeit gefüllten Umhüllungen der Sehnen. Unter bestimmten Umständen können sich diese Bereiche schmerzhaft entzünden, man spricht dann von einer Sehnenscheidenentzündung.

 

Sehnenscheidenentzündungen können prinzipiell an allen Sehnenscheiden auftreten, es sind jedoch mehrheitlich die Arme, Hände und Schultern betroffen, außerdem verhältnismäßig oft die Sprunggelenke. Charakteristisch für Sehnenscheidenentzündungen sind stechende Schmerzen, die an Intensität nachlassen, wenn die auslösenden Bewegungsmuster ausgesetzt werden. Bei stark ausgeprägten Sehnenscheidenentzündungen kommt es jedoch auch im nächtlichen Ruhezustand zu keinen nennenswert längeren schmerzfreien Pausen.

 

Verursacht werden Sehnenscheidenentzündungen entweder nach vorangegangener Verletzung durch eingedrungene Krankheitskeime wie Staphylokokken und Streptokokken. Seltener sind krankheitsbedingt auftretende Keime wie Chlamydien oder Gonokokken.

Weit häufiger verantwortlich sind mechanische, nichtinfektiöse Ursachen. Durch immer wiederkehrende Überbeanspruchung einzelner Sehnen büßen diese Ihre Gleitfähigkeit in der Sehnenscheide ein. Partiell kommt es zu Abnutzung durch Reibung und in der Folge zu einer Entzündung. In diesem Zusammenhang gibt es eine deutliche Häufung bei speziellen Berufsgruppen, bei denen bestimmte Bewegungsmuster beruflich bedingt nicht vermieden werden können. So sind zum Beispiel Musiker, wie Gitarristen oder Pianisten aber auch Masseure, Friseure und andere Berufe, bei denen intensiv mit den Händen gearbeitet wird, verstärkt davon betroffen.

 

Ist eine Sehnenscheidenentzündung eingetreten, sollte unbedingt darauf verzichtet werden, die schmerzverursachenden Handlungen auszuüben. Bandagen, Schienung oder stützende Verbände und vor allem Schonung ist angeraten. Begleitend können entzündungshemmende Schmerzmittel eingesetzt werden. Bei weit fortgeschrittenen Sehnenscheidenentzündungen kann unter Umständen Kortison in die betroffene Region gespritzt werden, um den Entzündungsprozess direkt zu behandeln, und um die Heilung zu forcieren.  

 

Die chirurgische Behandlung von Sehnenscheidenentzündungen kommt nur selten, z.B. bei starken, chronisch immer wiederkehrenden Entzündungen zum Einsatz. Im Falle einer OP wird die Verengung durch Spaltung der Sehnenscheide aufgelöst, die derart freigelegte Sehne kann sich wieder erholen. Einen Sinn macht diese Operation jedoch nur, wenn anschließend konsequenterweise auf die krankmachenden Bewegungen verzichtet werden kann.

 

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